Pressemeldung der evangelischen Markusgemeinde Goldscheuer/Marlen/ Kittersburg sowie der Kirchengemeinde Hohnhurst

 

Seit vergangenem Mittwoch ist unser Leben wieder von notwendigen Schutzmaßnahmen bestimmt. Die Vermeidung von Ansammlungen im öffentlichen Raum, aber auch die Reduzierung der Anzahl von Menschen, die sich im öffentlichen Raum bewegen, ist der Hintergrund der Ausgangsbeschränkungen. All diese Maßnahmen sind notwendig.

Natürlich sind wir dankbar, dass die derzeit geltenden Bestimmungen Gottesdienste im Rahmen bewährter Schutzkonzepte erlauben.

In unserer evangelischen Markusgemeinde Goldscheuer/Marlen/Kittersburg sowie in Hohnhurst haben wir so früh und sorgfältig wie nie begonnen, Gottesdienste und Andachten zur Advents- und Weihnachtszeit zu planen.

 

Genauso sorgfältig und intensiv haben die Kirchengemeinderäte aber nun schweren Herzens, aber mehrheitlich beschlossen, für die Zeit des Lockdowns alle Präsenzgottesdienste abzusagen. Dies ist uns wahrlich nicht leicht gefallen.

Warum haben wir diese Entscheidung getroffen ?

 

Uns ist sehr bewusst, dass die Weihnachtsgottesdienste für viele Menschen eine besondere Bedeutung haben und daran erinnern, weshalb wir eigentlich dieses Fest feiern: Die Geburt Jesu ist der Beginn einer wunderbaren Geschichte, die uns als Mitspielende braucht. Und wir wissen auch, dass gerade ein Gottesdienst am Heiligen Abend für viele Familien ein wunderbarer Auftakt für ein Fest ist, das unserer Seele wohl tut.

Ja, wir dürfen Gottesdienste feiern. Aber sollen wir auch ?

Ist das Erlaubte auch das Gebotene? Diese Frage bewegte unsere Diskussionen.

Wir sind der tiefen Überzeugung, dass wir in diesen schwierigen Zeiten auch eine gesellschaftliche Verantwortung haben. Alle sind aufgerufen, nach Möglichkeit Kontakte einzuschränken oder zu vermeiden. Wir wollen dazu unseren Beitrag leisten und deshalb nicht den Spielraum komplett ausnutzten, den die Regelungen des Staates eröffnen. Vielmehr wollen auch wir - in unser aller Interesse - einen Beitrag zur Reduzierung der Infektionsausbreitung leisten.

Die politisch und medizinisch Verantwortlichen im Land verbreiten eine klare Botschaft: Sämtliche Kontakte müssen auf ein absolut notwendiges Minimum reduziert werden, jede Begegnung, die nicht stattfindet, ist gut.

Daraus folgt das Gebot, alles zu unterlassen, was das Infektionsrisiko erhöht. Deshalb schließen Kindergärten, Schulen und der Einzelhandel. Deshalb werden Ausgehbeschränkungen und Böllerverbote verfügt. Deshalb dürfen Menschen keine Konzerte besuchen, nicht ins Museum oder Theater gehen.

Jeder Gottesdienst , der gefeiert wird, erhöht das Infektionsrisiko. Kein Hygienekonzept kann etwas anderes garantieren. Vor allem die Dynamik vor und nach Gottesdienst-Besuchen lässt sich nicht kontrollieren. Die Konsequenz aus dieser bitteren Erkenntnis lautete deshalb für uns: Gottesdienste mit physischer Präsenz von Gläubigen werden abgesagt.

Vor der Markuskirche ist ein Kasten angebracht, in dem Sie die Andacht „Anders Weihnachten feiern“ für zuhause vorfinden.

Die Markuskirche ist am 1. Weihnachtstag von 10-12 Uhr zum Gebet geöffnet.

Die Kirche in Hohnhurst ist am 25.12. von 10-11 Uhr geöffnet.

Bitte beachten Sie dabei die Abstandsregeln sowie die Verpflichtung , im Kirchenraum einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

© 2020 Evangelische Kirchengemeinde Goldscheuer, Markusweg 1,

77694 Kehl OT Goldscheuer

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